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Grußwort der Frankfurter Oberbürgermeisterin
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Frankfurter Tafel ist mittlerweile zu einer festen Einrichtung im sozialen Leben der Stadt Frankfurt am Main geworden. Der Gedanke, von dem die Frankfurter Tafel getragen wird, erscheint dabei auf den ersten Blick so naheliegend: überschüssige Lebensmittel zu sammeln in Hotels, bei Gemüsehändlern, Bäckereien oder Metzgern, um sie Bedürftigen zukommen zu lassen - das ist das Hausrezept der Tafel, einfach und gut.
Die rege Nachfrage nach den Angeboten der Frankfurter Tafel zeigt, dass es in einer Großstadt wie Frankfurt noch existenzielle Not gibt, dass es in unserer boomenden Wirtschaftsmetropole auch Menschen gibt, die kein Dach über dem Kopf haben und die Hunger haben.
Für diese Menschen hat die Frankfurter Tafel etwas Beachtliches auf die Beine gestellt. Die Idee ist bei denen, die viel haben und viel herzugeben haben, auf große Resonanz und Begeisterung gestoßen. Noble Hotels sind unter den Spendern ebenso wie Kleinmarkthallen-Händler und Hausfrauen. Dank dieser Spender landen überschüssige Lebensmittel nun bei Menschen in Obdachlosenheimen und Notunterkünften. Wie groß die Spendenbereitschaft ist, wird daran deutlich, dass die Frankfurter Tafel nun schon mehrere Fahrzeuge benötigt und auch besitzt, um die zahlreichen Lebensmittel täglich zu verteilen.
Jeden Tag sorgen zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer dafür, dass die Hilfe bei den Bedürftigen ankommt. Sie tun dies ehrenamtlich. Es sind Menschen mit Bürgersinn, die beweisen, dass es in unserer Gesellschaft noch Verantwortungsgefühl und Hilfsbereitschaft gibt. Sie zählen zu den Millionen von Menschen, die freiwillig in Vereinen, Nachbarschaftshilfen oder Selbsthilfegruppen arbeiten.
Die Frankfurter Tafel ist ein herausragendes Beispiel für solches Engagement. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Tafel jeden Tag aufs Neue decken, danke ich daher sehr herzlich. Ich denke, Sie alle wissen, wovon ich rede, wenn ich sage, dass es auch ein Glück ist, gebraucht zu werden. Wer für andere etwas tut, bekommt auch etwas zurück, was ihn mit Begeisterung weiter bei der Sache sein lässt.
Auch wenn zum großen Erfolg der Frankfurter Tafel täglich viele Personen beitragen,
ist es doch ein Name, der stellvertretend für alle steht: Frau Hella Schmieder. Mit
ihrem Beispiel und ihrem Engagement hat sie anderen die Möglichkeit gegeben, sich anzuschließen und mitzumachen, sie hat den Stein ins Rollen gebracht und praktische Hilfe in die Tat umgesetzt.
Ich wünsche allen Helferinnen und Helfern, Spenderinnen und Spendern weiterhin viel Spaß an der guten Sache und hoffe, dass Sie mit Ihrem Beispiel anderen Mut machen, sich einzusetzen und Hilfe zu leisten, wo es Not tut in unserer Stadt.
Mit freundlichen Grüßen
Petra Roth
Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main
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